...unserJugendtheater

...unser Jugendtheater

... unser Jugendtheater

 

DOKUMENTARISCHES UND RECHERCHETHEATER FÜR JUGENDLICHE

Im Jugendtheater macht das KKT seit jeher dokumentarisches Theater und Recherchetheater, das nah am Leben ist und gesellschaftliche Themen altersgerecht und differenziert aufgreift. Kinder und Jugendliche reagieren unmittelbar. Nur wenn Theater Jugendliche packt und berührt und eine direkte Beziehung zwischen Darstellern und Publikum aufgebaut wird, ist Theater nachhaltig in seiner Wirkung.

Für die Produktion der Stücke begeben wir uns in die Welten, die wir darstellen wollen. So ist zum Beispiel das Stück                          ,,UnterMenschen‘‘ nach teilnehmender Beobachtung in der rechtsradikalen Szene entstanden. Für das Stück ,,UnterFremden‘‘ haben wir impirisch zum Thema Flüchtlinge und Fundamentalismus der verschiedenen Prägungen geforscht. Darum sind unsere Stücke stets aktuell, dokumentarisch und lebensnah.

Unser Jugendtheater umfasst folgende Stücke und Themen:

,,Das Mädchen mit der roten Kappe‘‘ : Nationalsozialismus
,,Faces‘‘ : Social Media
,,Momo reloaded‘‘ : Mobbing
,,UnterFremden‘‘ : Flucht und Heimat
,,UnterMenschen‘‘ : Rechtsradikalismus



 

Das Mädchenmit der rotenKappe

Das Mädchen mit der roten Kappe


ab 10 Jahre

Mit Hüten und Schauspiel wird die Geschichte einer halb-jüdischen Famlilie im Nationalsozialismus erzählt.

Die Bühne wird zum Hutladen, in dem Kopfbedeckungen aller Formen und Farben Geschichte(n) zum Leben erwecken. Gerda erzählt von ihrer Mutter Maria und gibt dabei kunstvoll Einblicke in die Sorgen, Nöte und Ängste eines jüdischen Kindes zu jener Zeit.

In den 30-iger Jahren wird die Hutmacherfamilie immer mehr von den Nazis bedroht, weil Marias Mutter jüdischen Glaubens ist. Maria, die wegen ihrer roten Kappe Rudkäppche gerufen wird, drangsaliert man in der Schule, auf der Kirmes, im Schwimmbad. Man rät dem Vater sich von seiner Frau, der „jüdischen Hexe“, scheiden zu lassen... Maria fragt nach: Haben die Nazis etwas gegen uns? Warum bleiben immer mehr Kunden weg? Darf ich in der Schule noch sagen, dass ich Jüdin bin? Warum spricht Oskar nicht mehr mit mir? Warum muss Mama sich verstecken?

 

Im Rahmen unseres Projektes "Der Ort an dem wir leben" in Kooperation mit dem NS-Dokumentationszentrum ist unser Stück "Das Mädchen mit der roten Kappe" Teil der Bundesinitiative "Demokratie leben"!

Im Oktober und November kommen 6 Schulklassen ins Theaterstück und machen anschließend einen Workshop im NS-Dokumentationszentrum. Für diese Partnerklassen ist das Projekt kostenfrei. 

„Das Theaterstück greift in vorbildlicher Weise für Kinder geeignet das Thema rassistische Verfolgung in Köln auf. Die Darstellung ist – anders als häufig üblich – sehr differenziert.“ Barbara Kirschbaum, Museumsdienst Köln, Leitung Vermittlung im NS-Dok.

„Das neue Stück (...) führt Kinder feinfühlig an die Themen Nationalsozialismus und Ausgrenzung heran.“ Känguru Stadtmagazin Köln

Bundesministerium
Demokratie leben
 
Die Produktion wurde gefördert vom Land NRW
 

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Unter Menschen 2

Unter       Menschen 2


Ein Stück für Jugendliche ab 12 Jahre                                                              Themen: Rechtsradikalismus, Fremdenfeindlichkeit

Ein Stück, das unter die Haut geht, gut recherchiert, packend!

Bestandteil der Bundesinitiative “Vielfalt tut gut”.
Festival Kindertheater International 2012 (Ludwigshafen, Bad Dürkheim, Speyer und Hassloch).

“UnterMenschen 2″ reagiert auf den neuen, nur vermeintlich harmlosen Rechtsradikalismus, der sich derzeit zunehmend zeigt - und selbst entlarvt. Rechte Gruppierungen greifen zu bürgerlichen Methoden und zu jugendlichen Codes und Symbolen, um ihre rechten Botschaften salonfähig zu machen. Es ist nicht mehr der leicht identifizierbare glatzköpfige Skin mit Springerstiefeln. Es sind junge Menschen im Anzug oder in trendigen Klamotten. Allein versteckte Zeichen und das Lesen zwischen den Zeilen offenbaren das eigentliche Gedankengut.

Mit “UnterMenschen 2″ reagieren wir auf diesen neuen Rechtsradikalismus und entlarven seine vermeintliche Harmlosigkeit. Hierzu brechen wir mit der reinen Präsentation auf der Bühne. Die jungen Zuschauer werden eingangs selbst zu Asylbewerbern und zu Zeugen eines Anschlags. Das Erleben des unmittelbaren Schreckens und des Moments der Angst erzeugen persönliche Betroffenheit.


Die Zuschauer folgen dem Stück gebannt und sind hin und her gerissen zwischen Sympathie und Ablehnung gegenüber dem rechten Antihelden Andreas Glowasky und zwischen Mitgefühl und Bewunderung für den jungen Asylsuchenden Mustafa Aldakark, der seinen Freund sucht und einen Nazi findet.

Andreas Glowasky wird eingefangen von den Parolen der vermeintlich harmlosen Partei FD (Für Deutschland) und ist fasziniert von der neuen Welt zwischen Bossanzug und einschlägiger Kneipenkultur. Ein persönliches Scheitern lässt seinen Frustrationspegel nach oben schlagen und macht ihn anfällig für die Gewaltbereitschaft unter seinen neuen Freunden.

Mustafa Aldakark flüchtet vor dem Faschismus in seinem Land. Seine Hoffnung setzt er auf eine Bekanntschaft aus dem Club,
in dem er gearbeitet hat. Mit einem Foto beginnt seine Suche …

 

Pressestimmen

"…die Hintergründe des Rechtsradikalismus..."

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Unter Fremden

Unter                Fremden

Ein Stück über Fremdenfeindlichkeit für Jugendliche

ab 12 Jahre und für Erwachsene                                                                                         
 


Alkofa aus Togo und Kharim aus Syrien lernen sich in einer Flüchtlingsunterkunft kennen. Stefan macht dort Sozialstunden. Er ist mit Leuten aus der rechten Szene befreundet. Alkofa und Kharim erzählen Stefan ihre Geschichten und so kommen die drei sich näher. Dann passiert ein Anschlag ...


 

UnterFremden
 


Pressestimmen

„Das Stück ‚UnterFremden’ überzeugt auf ganzer Linie: Es konfrontiert fremdenfeindliche Positionen mit echten Menschen, bietet Informationen und eine packende, sogar mit Humor gespickte Geschichte, die sich an Herz wie Verstand richtet." (Saarbrücker Zeitung)

„Ich habe jetzt ein bisschen mehr verstanden. Die sind ja so alt wie wir gewesen, als die geflüchtet sind. Wahnsinn!“ (Schülerin)

„Sehr glaubwürdig gespielt, echt überzeugend!“ (Schüler)

 "Ein gelungenes, groteskes Doppelgängerspiel…"

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Momo Reloaded

Momo     Reloaded

Ein Stück für Jugendliche ab 12 Jahre   

                                                                                                                                         Themen: Mobbing, Selbstwert

Nominiert für den Kölner Theaterpreis 2010.
Gefördert vom Land Nord-Rhein-Westfalen
.

Die vierzehnjährige Momo und Meister Hora reisen seit hunderten von Jahren mit ihrem fantastischen Wanderzirkus Hic et Nunc durch die Lande. In einer kleinen grauen Stadt schlagen sie ihr Winterlager auf. Mit ihrer Jonglage und ihrem bewussten und achtsamen Umgang mit dem Hier und Jetzt zieht Momo alle in ihren Bann. − Bis die grauen Herren aktiv werden und die neuen Freunde gegen Momo aufhetzen. Zerbricht Momo an den Hänseleien und Drangsalierungen? Oder kann Meister Hora ihr helfen…

Das Stück greift Michael Endes "Momo" auf, zeigt aber eine jugendliche Momo, die mit einem Zirkus durch die Zeiten reist. Es spielen bekannte Protagonisten mit (Momo, Meister Hora, die Grauen Herren, Nino und Gigi) und es gibt Verweise auf das Original. Ansonsten ist die Handlung frei erfunden.

Mobbing, Selbst−Wert, Zeit-Wert. Michael Ende beschreibt eine Phantasiewelt, die auf unsere heutige Welt verweist. Eine getriebene Zeit, in der graue Zeitdiebe die Menschen dazu bringen, Zeit zu sparen, statt zu leben. Die Menschen werden um ihre Zeit betrogen (oder betrügen sich selbst) und vergessen im Hier und Jetzt zu sein. Die Graue Herren arbeiten mit Mobbing-Methoden wie Isolation, um Momos Einfluss zu brechen. Ein weiteres Thema, dass sich durch das Original und durch "MOMO Reloaded" zieht, ist das "im Hier und Jetzt sein" und das damit verbundene "Zuhören".

Unser Stück zeigt die zerstörerische Macht von Mobbing und die "Gegenmittel": Zuhören, Nachfragen, Wertschätzen und Füreinander da sein. Wir machen auch präventive Workshops zum Stück/Thema "Mobbing & Selbstwert".

 

Pressestimmen

"… herausragendes Stück für Jugendliche..."

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faces

faces

Ein Stück für Jugendliche ab 12 Jahre 

faces. Leben im Netz. 

Onlinesein – Onlinesucht // Privatheit – Öffentlichkeit // Selbstdarstellung – Selbstbloßstellung // Freiheit – Manipulation
Das Internet ist weder gut noch böse. Es bietet Chancen zu Selbstfindung, Freiheit und  Demokratie. Gleichzeitig beinhaltet es das Risiko des Selbstverlusts, der Onlinesucht und Manipulation. Genau diese faszinierende Ambivalenz zeigen wir mit faces. Hierzu bedienen wir uns dreier Gesichter und Profile. Allen drei „faces“ ist gemein, dass sich ihr Leben im Netz abspielt.

Das Stück bietet einen treffsicheren Blick auf drei Biografien im Netz. Amy postet ihr intimes Leben, Khaled erlebt die „Facebook Revolution“, Thomas manipuliert andere. Die Grenzen von realer und virtueller Person verschwimmen: Poste ich, was ich bin oder bin ich, was ich poste?


Khaled:
Das Glück spielte uns in die Hände, weil sich der junge tunesische Schauspieler Noureddine Chamari bei uns meldete, der die “Facebook Revolution” in seinem Land miterlebt hat. Hier organisierte das Volk mit Hilfe der Social Media einen politischen Aufstand, kämpfte für mehr Freiheit und Demokratie. Im Theaterstück erzählen wir diese Geschichte von Khaled, der über Facebook ein Stück demokratische Freiheit miterlebt, der es aber auch am eigenen Leib zu spüren bekommt, was es heißt (in Facebook) offen gegen politische Feinde zu posten.
 
Amy:
Offenheit und Selbstdarstellung bis zur Entblößung bestimmen das Profil unserer zweiten Figur, Amy Stein (gespielt von Marie Hiller). Amy lässt ihre Gemeinde bzw. ihre „Freunde“ selbst am Inhalt ihres Mülleimers Anteil nehmen. Wie viele junge Menschen verliert sie das Bewusstsein für die Grenze zwischen Privatheit und Öffentlichkeit und offenbart in ihrem Profil ihr Innerstes. So wird sie leichte Beute für diejenigen, die die sozialen Medien für Machtausübung und Manipulation benutzen.
 
Thomas:
Unser drittes “face”, Thomas Brutzke alias Thomas von Eslohe (gespielt von Manuel Rittich),  ist ein Menschenfänger, wie sie im Netz zu Millionen herumgeistern. Für destruktive Glaubens­gemeinschaften, wie rechtsradikale Gruppierungen oder Sekten, ist das „Netz“ ein Meer um naive Mitglieder zu fangen,  oft versteckt unter bunten und pseudo- sozial engagierten Beiträgen. Brutzke wechselt seine Profile und Namen, immer mit dem Ziel, Macht über andere auszuüben.

Autor: Georg zum Kley
Regie: Brigitta Gillessen
Spieler: Marie Hiller, Manuel Rittich, Noureddine Chamari
Film: HP Katzenburg
Regieassistenz: Mona Dasbach

Das Theaterstück faces kann in Kombination mit Workshops gebucht werden. In diesen geht es (nach Absprache mit den Betreuern) um Themen wie: Onlinesein oder Onlinesucht. Reale und virtuelle Identität. Selbstsein und Selbstdarstellung. Cybermobbing und Selbstschutz. Big Brother alias Facebook is watching you.


Pressestimmen:

"...klar und zupackend...Szenenapplaus..."

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