Projekte& Aktionen


Wir bemühen uns fortlaufend um eine inklusive Haltung, also um eine Offenheit gegenüber alleN Menschen mit ihren Besonderheiten. Das drückt sich auch in der Gestaltung unserer Räume und in unseren Produktionen und unserem Programm aus.

2013 sind wir mit dem Kölner Innovationspreis Behindertenpolitik (KIB), 3. Platz, ausgezeichnet worden.

Im engeren Sinne von Inklusion, also im Sinne von Behindertenfreundlichkeit, möchten wir folgende Beispiele nennen:

Seit 4 Jahren haben wir eine Mitarbeiterin mit Behinderung, gefördert über die Kämpgen Stiftung.

Seit September 2014 haben wir mit "Das Kleine Zottel Mottel" ein liebevolles Stück Kinder ab 3 Jahren, das in Zusammenarbeit mit integrativen Kindereinrichtungen erarbeitet wurde. Das Stück spielen wir regelmäßig.

Deaf 5 (inklusives Gehörlosentheater) spielt regelmäßig bei uns.

Das inklusive Sommerblut Festival ist ein fester Partner.

In unseren Workshops arbeiten wir auch mit Förderschulen und INKLUSIVEN KLASSEN.

Das INKLUSIVE EU-PROJEKT UN-LABEL war im Mai 2016 bei uns zu Gast.

Im November 2016 hatten wir den internationalen Figurentheaterkünstler DudaPaiva mit seiner Company (NL) zu Gast. In dem Stück "BLIND" hat der Künstler sein eigenes eine zeitlang Blindsein bearbeitet. Gefördert von der Stadt Köln und von der Kämpgen Stiftung.

Im Januar 2017 haben wir unsere Produktion "UNTERFREMDEN" erstmal für Menschen mit Sehbeeinträchtigung gespielt. Mit einer Einführung und Bühnenerfassung. Und - auf Wunsch der Experten - ohne Audiodeskription. Gefördert von der Kämpgen Stiftung.

Das KKT ist Teil der INITIATIVE "INKLUSION EHRENFELD", gefördert von Aktion Mensch, und hat gemeinsam mit der BÜZE Ehrenfeld im März 2017 INKLUSIVES THEATERERLEBNIS durchgeführt, in der wir für alle Einschränkungsgruppen Hilfsmittel und Unterstützung angeboten haben: Barrierefreie Zugänge, leichte Sprache, Induktionsschleife, Schriftdolmetscher, Gebärdendolmetscher, Audiodeskription, Bühnenertastung und Einführung, Fahrdienste, persönliche Betreuung. Das Stück "Totò macht Mittagspause", von Michael Moritz aus Wien, ist bei dem vielfältigen Publikum sehr gut angekommen.


Gemeinsam


Theater der Vielfalt und TeilhabE

Seit unserem Umzug (Oktober 2013) in die neuen barrierefreien Räumen am Grünen Weg haben wir neue Chancen und Möglichkeiten, alle Menschen mit ihren Besonderheiten an Kunst und Kultur teilhaben zu lassen. Ein inklusives Theater zu sein heißt für uns, für alle Menschen offen zu sein: als Mitarbeiter, im Ensemble, als Besucher oder Teilnehmer. Wir möchten die Menschen einbeziehen, die aus ethnischen, sozialen, kulturellen, physischen, geistigen oder emotionalen Gründen oft ausgeschlossen werden. Denn jeder Mensch ist einzigartig und besonders. Unser Ziel ist es, zu einem „Theater der Vielfalt und Teilhabe“ und zu einem starken inklusiven Kulturpartner für alle Menschen zu werden. Es geht uns also um Inklusion im weiten Sinne und um eine offene Lebenshaltung.

Inklusion im engen Sinne bezieht sich auf Menschen mit Behinderungen. Hier geht es um die Schaffung von Barrierefreiheit für Menschen, die durch Behinderungen benachteiligt sind. Hier haben wir einen ergänzenden Schwerpunkt: Unsere Produktionen bedienen verschiedene Wahrnehmungsebenen; unsere Räume sind rollstuhlgerecht; wir haben eine Behindertentoilette mit Liege, eine Induktionsschleife und weitere Hilfsmittel - udn wir bemühen uns um leichte Sprache. Vor allem aber sind wir persönlich zugewandt und unterstützend. So machen wir die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen möglich. Und erleichtern zeitgleich die Teilhabe aller Menschen, auch der die z. B. aus anderen Gründen die leichte Sprache besser verstehen ...

Auch durch die UN-Behindertenkonvention ist Deutschland aufgefordert, ein deutliches Mehr an gesellschaftlicher Teilhabe von Menschen mit Benachteiligungen (v.a. auch Behinderungen) zu ermöglichen. Derzeit lernen bei uns 80 Prozent der Kinder mit Behinderungen in Förderschulen. Gefordert ist, die Verhältnisse umzukehren. Länder und Kommunen erarbeiten daher Inklusionspläne, immer mehr Bildungseinrichtungen werden integrativer oder sogar inklusiv. Was fehlt sind Partner in Kunst, Freizeit und Beruf.

Wenn immer mehr Schulen integrativ oder inklusiv sind (also Klassen haben, in denen Kinder im Rollstuhl sitzen, Hörgeräte tragen oder nicht hören, blind sind, emotionale oder geistige Einschränkungen haben), brauchen sie auch Theater, in die sie kommen können − barrierefreie Räume mit entsprechenden Angeboten. Viele (private) Theater haben − allein über die räumliche Situation − Schwierigkeiten, sich hier zu öffnen. Mit dem neuen Haus erhalten wir die Chance und Möglichkeit Menschen mit Behinderungen an Kultur teilhaben zu lassen.

Barrierefrei


Theater der Vielfalt und Teilhabe.

OFFEN FÜR ALLE MENSCHEN.

Das bedeutet für uns, dass wir unser Theater, unsere Produktionen und unsere Workshops allen Menschen zugänglich machen möchten. Deshalb möchten wir Angebote schaffen, die es Menschen mit und ohne Behinderungen ermöglichen, ihr Theater- oder Workshop-Erlebnis mit allen Besuchern zu teilen.

• Barrierefrei: Das neue Kölner Künstler Theater entspricht den Anforderungen für barrierefreie Baumaßnahmen.

• Sanitäranlagen: Es gibt eine Sanitäranlage für Menschen mit Behinderungen, in der wir auch eine Liege haben.

• Parkplätze: Dem Theater zugerechnet ist die vorgeschriebene Anzahl an Behinderten-Parkplätzen. Zudem haben wir vier Privatparkplätze unmittelbar vor dem Theater, die wir auf Anfrage zur Verfügung stellen.

• Mitarbeiter: Die Menschen, die bei uns arbeiten, können Menschen mit Behinderungen bei ihrem Theaterbesuch unterstützen. Eine offene und wertschätzende Haltung gegenüber Menschen mit Behinderungen ist selbstverständlich. Inzwischen haben wir auch eine Mitarbeiterin mit Behinderung, die hilft barrierefrei zu denken und zu arbeiten.

• Einführungen: Für Gruppen mit Menschen mit Behinderungen möchten wir zu unseren Vorstellungen Einführungen und Nachgespräche anbieten, die auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt werden. So lädt z. B. ein Gang auf die Bühne vor Vorstellungsbeginn zum »Begreifen« des Bühnenbildes ein. Die Vorstellung selbst erleben die Zuschauer auf einem reservierten Platz in den vorderen Reihen.

• Kommunikation: Gemeinsam mit einer Studentengruppe der Hochschule des Internationalen Bundes erarbeiten wir derzeit inklusive Kommunikationsmedien (u.a. Spielplan und Cafékarte) und ein inklusives Wegeleitsystem. Inklusiv heißt hier, dass die Medien barrierefrei gestaltet und teils zudem auf spezifische Bedürfnisse abgestimmt werden.

• Didaktik & Pädagogik: Wir werden mit der Inklusiven Universitätsschule zusammenarbeiten. Erste Vorgespräche haben schon stattgefunden.

Mehr Informationen zu unserem Theater der Vielfalt und Teilhabe